Für Journalistinnen und Journalisten. Schütz deine Quelle, indem du weniger Kopien machst.
Eine Interviewaufnahme hält fest, wer mit dir gesprochen hat, wann und worüber. Dich schützen Gesetze zum Quellenschutz. Einen Transkriptionsdienst in einem anderen Land, bei dem zufällig dieselbe Datei liegt, schützen sie nicht verlässlich.
Gut fürLange Interviews, Recherche in Netzen, denen du nicht traust, und jede Quelle, deren Aufnahme verschwinden muss.
Das ArgumentEine Firma, bei der die Datei nie ankam, kann sie nicht herausgeben, nicht bei einer Datenpanne verlieren und über beides keine Schweigeanordnung erhalten.
Nicht fürDen Schutz eines beschlagnahmten Geräts. Die App ist keine Verschlüsselung, die du kontrollierst, und verbirgt nicht, dass ihr euch getroffen habt.
Transkribieren ist der undankbarste und zeitraubendste Teil der Recherche. Und genau hier vervielfältigt sich die Datei.
01Das lange Interview
Neunzig Minuten mit einer Person ergeben rund fünfzehntausend Wörter, von denen vielleicht vierhundert zitiert werden. Die übrigen vierzehntausendsechshundert müssen trotzdem lesbar sein, denn die Geschichte steckt meist in dem Teil, mit dem du nicht gerechnet hast.
Das Interview abzutippen kostet dich den größten Teil eines Tages. Es hochzuladen kostet dich eine Kopie.
In der App: erst aufnehmen, dann mit einem großen Modell transkribieren. Die Volltextsuche läuft über alle deine Transkripte, und dank der Zeitstempel kannst du ein Zitat mit der Aufnahme abgleichen, bevor es erscheint.
02Recherche ohne Netz oder in einem Netz, dem du nicht traust
Grenzregionen, Flugzeuge, Proteste, bei denen das Mobilfunknetz gezielt gestört wird, Länder, in denen das örtliche Netz keine neutrale Partei ist. Entweder versagt ein Clouddienst unter solchen Bedingungen, oder er lädt genau im falschen Moment hoch, über das falsche Netz.
In der App: lass das Telefon die ganze Reise über im Flugmodus. Aufnahme, Transkription, Übersetzung und Zusammenfassung funktionieren alle mit ausgeschalteten Funkmodulen, denn sie waren nie darauf angewiesen.
03Eine Quelle, für die es die Aufnahme nicht geben darf
Manchmal lautet die Abmachung: Du darfst verwenden, was gesagt wurde, aber die Aufnahme muss weg. Hältst du dich mit einem Clouddienst daran, musst du einer Löschfunktion und Backup-Regeln vertrauen, in die du keinen Einblick hast.
In der App: die Erweiterte Privatsphäre nimmt einmal auf, löscht das Audio in dem Moment, in dem das Transkript existiert, und leert die Sitzung, sobald du gehst. Die Worte nimmst du mit, die Stimme ist weg, und genau das kannst du ehrlich so sagen.
04Verifikation und Faktenprüfung
Vor der Veröffentlichung muss jemand prüfen, ob das Zitat mit der Aufnahme übereinstimmt, im Zusammenhang und mit dem, was davor gesagt wurde. Das ist Sucharbeit in stundenlangen Aufnahmen, und deshalb sind Zeitstempel wichtiger als hübsche Formatierung.
In der App: beim Abspielen wandert die Markierung Wort für Wort durch das Transkript, und ein Tipp bringt dich zu der Stelle, an der ein Satz gefallen ist. Für die juristische Prüfung exportierst du mit Zeitstempeln und Sprechernamen.
05Interviews in einer anderen Sprache
Ein Fixer, der live dolmetscht, ist eine zweite Ebene der Deutung und eine zweite Person, die weiß, wen du getroffen hast. Lässt du das Gespräch erst in seiner Originalsprache transkribieren und dann übersetzen, bleibt das Original für eine Übersetzerin verfügbar, die du später selbst auswählst.
In der App: neunundfünfzig Transkriptionssprachen mit automatischer Erkennung, mehr als 1.600 über Omnilingual, und ein fertiges Transkript übersetzt die App auf dem Gerät in fünfundfünfzig Sprachen. Die Übersetzung ist eine grobe Lesehilfe, kein druckreifer Text.
Dein Schutz reist nicht mit der Datei
Was deine Quellen schützt, ist an deine Person gebunden: dein Zeugnisverweigerungsrecht, Gesetze zum Quellenschutz (wo es sie gibt) und deine Bereitschaft, Nein zu sagen. Nichts davon geht auf einen Transkriptionsdienst außerhalb der EU über. Eine Firma, die deine Interviewaufnahmen verwahrt, ist deiner Quelle zu nichts verpflichtet, hat keine Tradition des Neinsagens und oft eine Rechtsabteilung, deren Aufgabe es ist, schnell und geräuschlos zu kooperieren.
Außerdem unterliegt diese Firma womöglich einer anderen Rechtsordnung, sie kann übernommen oder gehackt werden, und sie kann eine Anfrage bekommen, von der sie dir nichts erzählen darf.
Was entsteht, wenn du ein Interview hochlädst
Eine Kopie der Aufnahme, eine Kopie des Transkripts, ein Konto, das an deine Identität gebunden ist, ein Zeitstempel und meist eine IP-Adresse. Zusammen ist das ein Nachweis, dass du zu dieser Zeit mit dieser Person gesprochen hast. Genau diese Tatsache muss für eine Quelle geheim bleiben, ganz unabhängig davon, was sie tatsächlich gesagt hat.
Die Metadaten sind oft die gefährlichere Hälfte. Was gesagt wurde, lässt sich abstreiten. Bei einem Upload mit Zeitstempel wird das schon schwieriger.
Was Just Transcribe hinterlässt
Nichts außerhalb des Geräts. Das Modell läuft auf dem Telefon, es gibt kein Konto, und die App stellt keine Anfrage, aus der hervorgeht, dass ein Interview stattgefunden hat. Sie geht überhaupt nur zweimal ins Internet: einmal, um ein Modell zu laden, das du ausgesucht hast, und einmal für den Kauf im App Store.
Mit der Erweiterten Privatsphäre wird das Audio gelöscht, sobald das Transkript existiert, und wenn du den Bildschirm verlässt, ist die ganze Sitzung weg.
Das schützt die Quelle vor einem Anbieter. Es schützt sie nicht vor dir, nicht davor, dass dein Gerät beschlagnahmt wird oder du es herausgeben musst, nicht vor deinen Notizen und nicht davor, dass ihr euch in der Öffentlichkeit getroffen habt. Das sind Fragen der operativen Sicherheit, und diese App löst keine davon.
Warum Just Transcribe
Die brauchbare Prüffrage: Was existiert nach dem Interview, ohne dass du dich dafür entschieden hast?
✓Kein Konto, also hängt keine Identität daran. Nichts verbindet eine Aufnahme mit einer E-Mail-Adresse, einem Abo oder einem Anmeldeverlauf.
✓Kein Upload, also nichts abzufangen. Keine Netzwerkanfrage verrät, dass überhaupt ein Interview stattgefunden hat.
✓Nichts, was man bei einem Dritten herausverlangen könnte. Eine Firma, bei der die Datei nie angekommen ist, kann nicht zur Herausgabe gezwungen werden und auch keine Schweigeanordnung darüber bekommen.
✓Erweiterte Privatsphäre. Audio gelöscht, sobald der Text da ist, die Sitzung weg, wenn du gehst. Die Worte nimmst du mit, die Stimme nicht.
✓Funktioniert dauerhaft mit ausgeschalteten Funkmodulen. Offline ist der normale Betriebszustand, kein Notbetrieb.
✓Zeitstempel, Sprechernamen und Export. SRT, VTT, PDF und Text, also genau das, was eine Faktenprüferin und ein Anwalt tatsächlich verlangen.
✓Einmal zahlen. Kein Abo, das an einer Karte, einem Arbeitgeber oder einem Namen hängt.
Eine Firma, bei der die Aufnahme nie angekommen ist, kann sie nicht herausgeben, kann sie bei keiner Datenpanne verlieren und kann über keins von beidem zum Schweigen verpflichtet werden.
Das ist die einzige Behauptung dieser Seite. Sie ist eng gefasst, und sie hält auch dann, wenn jemandem tatsächlich ein Herausgabeverlangen zugestellt wird.
Wo Just Transcribe in deiner Sicherheitsplanung steht
Eine Spalte in einer viel größeren Tabelle. Sieh sie als die Spalte, die du abhaken kannst, nicht als die ganze Tabelle.
Ein grobes Bedrohungsmodell. Drohen bei einer Enttarnung schwere Folgen, hol dir Rat bei jemandem, der das beruflich macht.
Herausgabeverlangen oder Beschlagnahmebeschluss beim Anbieter
Abgedeckt. Es gibt keinen Anbieter, der etwas verwahrt, also niemanden, dem man etwas zustellen könnte, und niemanden, der eine Schweigeanordnung bekäme.
Datenpanne beim Anbieter
Abgedeckt. Eine Firma, bei der dein Interview nie angekommen ist, kann es auch nicht durchsickern lassen.
Überwachung im Netz
Für diesen Schritt weitgehend abgedeckt: Ohne Upload gibt es keinen Datenverkehr, der verrät, dass ein Interview stattgefunden hat. An allem anderen, was dein Telefon tut, ändert sich nichts.
Beschlagnahme des Geräts an der Grenze
Nicht abgedeckt. Die Dateien liegen auf dem Gerät. Überleg dir, was du mitnimmst, nutze die Erweiterte Privatsphäre, damit das Audio schon weg ist, und hol dir echten Rat zu Grenzübertritten.
Erzwungene Herausgabe durch dich selbst
Nicht abgedeckt, und das kann auch keine Software. Weniger Kopien heißt weniger Fundorte, nicht Immunität.
Deine eigenen Metadaten
Teilweise. Die App erzeugt keine, aber dein Kalender, deine Anrufliste, dein Standortverlauf und deine Nachrichten wissen weiterhin, wen du getroffen hast.
Nichts davon ist Sicherheitsberatung. Es ist eine Aufstellung dessen, was eine einzelne, eng begrenzte Änderung bringt und was nicht.
Was du einer Quelle sagst
Ich nehme das hier mit meinem Handy auf. Das landet bei keiner Firma, und es hängt kein Konto dran. Das Handy macht selbst Text daraus und löscht danach die Tonaufnahme. Spätestens in einer Stunde gibt es sie nicht mehr. Dann habe ich nur noch den Text und meine Notizen. Sagen Sie Stopp, dann höre ich auf.
Das wahrheitsgemäß sagen zu können und das Telefon vor ihren Augen in den Flugmodus zu schalten, bringt einer nervösen Quelle mehr als jeder Satz über Verschlüsselung.
Einrichten vor der Reise
Vier Dinge, erledigt vor der Abreise und nicht in einer Hotellobby.
Lade das Modell zu Hause, in einem Netz, dem du traust. Liegt es einmal auf dem Gerät, braucht die App nie wieder eine Verbindung. Nimm das größte Modell, das dein Telefon trägt, wenn dir Genauigkeit wichtiger ist als Tempo.
Nutze für Gespräche mit Quellen die Erweiterte Privatsphäre. Sie nimmt einmal auf, löscht das Audio, sobald der Text existiert, und leert die Sitzung, wenn du den Bildschirm verlässt. Mach sie zur Regel für alles, was heikel ist.
Entscheide, was das Telefon verlässt, und wie. Exportieren ist ein bewusster Schritt. Leg vorher fest, ob Transkripte auf ein verschlüsseltes Laufwerk, einen verschlüsselten Laptop oder ins Redaktionssystem gehen, und mach es jedes Mal gleich.
Spiel den Ablauf einmal offline durch. Flugmodus, aufnehmen, transkribieren, exportieren. Hast du das einmal am Schreibtisch gemacht, musst du es nicht erst vor einer nervösen Quelle lernen.
Und der Teil, der mit dieser App gar nichts zu tun hat: ein starker Gerätecode statt eines vierstelligen, beim Grenzübertritt die biometrische Entsperrung ausgeschaltet, falls das auf dich zutrifft, und ein Plan für das Gerät, der nicht davon abhängt, dass sich ein einzelnes Programm anständig benimmt.
Wovor Just Transcribe dich nicht schützt
Klarheit darüber ist hier wichtiger als auf jeder anderen Seite dieser Website.
×Die App schützt kein beschlagnahmtes Gerät. Die Dateien liegen auf dem Telefon. Geschützt werden sie durch die Geräteverschlüsselung und deinen Gerätecode, und beide haben bei einer Grenzkontrolle ihre Schwächen.
×Sie ist keine Verschlüsselung, die du selbst kontrollierst. Die Dateien liegen im privaten Speicher der App, mit dem Dateischutz von iOS. Das ist nicht dasselbe wie ein Container mit einer Passphrase, die nur du kennst.
×Sie verbirgt nicht, dass ihr euch getroffen habt. Die übrigen Metadaten deines Telefons, dein Kalender und dein Standortverlauf bleiben von alldem unberührt.
×Kein sicheres Teilen. Wie ein Transkript zur Chefin vom Dienst kommt, musst du selbst lösen: über den sicheren Kanal, den deine Redaktion ohnehin nutzt.
×Keine Live-Transkription. Der Text kommt nach der Aufnahme, die App hilft dir also nicht, einer schnellen Pressekonferenz in Echtzeit zu folgen.
×Kein externes Audit. Es gibt kein veröffentlichtes Sicherheitsaudit durch Dritte. Überprüfbar ist das Verhalten der App: Sie liefert im Flugmodus ein Transkript, und das heißt, das Modell lief lokal.
Stehen dir in deiner Arbeit staatliche Akteure gegenüber, ist diese App eine marginale Verbesserung in einem Plan, der viel größer sein muss. Geht es um gewöhnliche vertrauliche Quellen, ist der Wegfall des Anbieters ein echter Gewinn, der wenig kostet.
Klare Antworten
Ist das sicher genug für eine vertrauliche Quelle?
Sicherer als Hochladen, aber keine vollständige Antwort. Mit der App entfallen der Dritte und die Spur im Netz, und beides sind echte Risiken. Das Risiko am Gerät bleibt ganz bei dir: Beschlagnahme, Zwang, Mitlesen über die Schulter, ein Telefon, das im Taxi liegen bleibt. Steht viel auf dem Spiel, sieh das als eine Verbesserung in einem Plan, den du mit jemandem aufstellst, dessen Beruf operative Sicherheit ist.
Könnt ihr gezwungen werden, meine Interviews herauszugeben?
Nein, denn wir bekommen sie nie. Es gibt keinen Server, der deine Inhalte berührt, kein Konto und kein Protokoll darüber, was du aufgenommen hast. Ein Herausgabeverlangen an The Dutch Logic Co. fände nichts, was sich herausgeben ließe. Das ist kein Versprechen über künftiges Verhalten, sondern die Beschreibung einer Architektur, in der es keinen Ort gibt, an dem deine Dateien liegen könnten.
Funktioniert sie eine ganze Reise lang im Flugmodus?
Ja, sobald das Sprachmodell geladen ist. Aufnahme, Transkription, Sprechererkennung, Zusammenfassung und Übersetzung laufen alle auf dem Gerät. Es lohnt sich, das am Schreibtisch zu testen, bevor du dich vor Ort darauf verlässt, und es dauert etwa zwei Minuten.
Wie gut ist die Übersetzung bei fremdsprachigen Interviews?
Gut genug, um zu wissen, was du hast, aber nicht gut genug zum Veröffentlichen. Die App übersetzt ein fertiges Transkript auf dem Gerät in fünfundfünfzig Sprachen, und das ist das richtige Werkzeug, um zu entscheiden, welche zwanzig Minuten eines zweistündigen Interviews eine professionelle Übersetzerin verdienen. Wer aus einer maschinellen Übersetzung zitiert, schreibt hinterher die Richtigstellung.
Und bei einer langen Aufnahme, hält das Telefon das durch?
Die Aufnahme läuft weiter, wenn der Bildschirm gesperrt wird oder du die App wechselst. Ein Anruf teilt ein langes Interview also nicht in zwei Hälften. Transkribiert wird danach, und das dauert umso länger, je länger die Aufnahme und je größer das Modell ist. Ein zweistündiges Interview mit einem großen Modell startest du also und kümmerst dich um etwas anderes, am besten mit dem Telefon am Ladekabel.
Weiter
Prüf die Behauptung nach allen Regeln der Recherche: Lade die App, hol dir ein Modell, schalte das Telefon in den Flugmodus und nimm dich auf, während du diesen Absatz vorliest. Erscheint das Transkript mit ausgeschalteten Funkmodulen, lief das Modell auf dem Telefon, und du hast das Einzige auf dieser Seite überprüft, was du einem Anbieter sonst einfach glauben müsstest.
Vom Entwickler geschrieben, keine Sicherheitsberatung. Ich entwickle Just Transcribe. Arbeitest du an etwas, das jemanden die Freiheit kosten kann, wenn es auffliegt, dann braucht dein Bedrohungsmodell professionelle Sicherheitsberatung und einen operativen Plan, nicht die App-Empfehlung eines Anbieters. Diese Seite behandelt eine einzige, eng begrenzte Verbesserung: einen Dritten aus der Kette zu nehmen.
Geschrieben am 26. September 2026, aktualisiert am 3. Oktober 2026 für Just Transcribe 1.36. Zahlen und Quellen stehen im Faktenblatt (englisch).